Zahnradbau Ruger GmbH

Kompetenz in Qualität und Präzision


Firmengeschichte

Angefangen hat alles eigentlich sehr viel früher.
Schon bald nach dem 1. Weltkrieg übernahmen Gustav Müller und Eugen Heimbucher die bereits etablierte Maschinen­fabrik Alderhoff. Schon damals wurden u.a. Zahnräder gefertigt.
Die- Haupt­aktivität bestand jedoch in der Fertigung eines Motors als Hilfsantrieb für Fahrräder, der für verschiedene Kunden in großer Stückzahl, geliefert wurde. Selbst vor der Entwicklung eines eigenen Autos wurde nicht Halt gemacht.
Bereits in dieser Firma war der knapp 18jährige Sohn Gerhard Müller als Volontär beschäftigt. Im Jahre 1927 kam es dann zu unüber­brück­baren Differenzen zwischen den Teil­habern. Man einigte sich auf eine Tren­nung unter anteiliger Mitnahme der jeweiligen Maschinen.
Eugen Heimbucher machte mit seinen Maschinen weiter. Auch diese Firma existierte unter der Leitung seines Neffen Paradowski nach dem 2. Weltkrieg weiter, bis sie Anfang der 70er Jahre an WMH Herion verkauft und verlagert wurde.
Gegen den erklärten Willen seiner Söhne nahm sich Gustav Müller 1927 wieder einen Teilhaber. In Fritz König fand er einen wendigen Kaufmann. Während Gustav Müller seine Maschinen einbrachte, kam Fritz König mit neuen Kunden und Ideen.
Die neue Firma Müller & König GmbH fertigte speziell Zahnräder und wuchs nach Überwindung der Welt­wirtschafts­krise schnell auf ca. 25 Mitarbeiter an.
Anfang der 30er Jahre wurden entsprechend dem Proporz die Söhne der Inhaber fest eingestellt und zwar:
Bedingt durch die kriegswichtige Fertigung, wuchs der Maschinen­park ständig durch den Zukauf neuester Maschinen auf über 40 Werkzeug­maschinen an. Nachdem sich das Kriegs­geschehen immer mehr rück­läufig entwickelte, wurde 1943 der Entschluß gefaßt, die wichtigsten und besten Maschinen in die stillgelegte Dorf­schmiede von Bagow bei Brandenburg zu verlegen. Dort wurde bis zum Kriegs­ende weiter gefertigt. Während alle in Berlin gebliebenen Maschinen von den Russen deportiert wurden, konnten die verlagerten Maschinen und Werkzeuge gerettet werden.
Schon bald nach Kriegsende konnte die Firma Müller und König weiter­arbeiten. Doch jetzt kam es auch hier zu persön­lichen Differenzen zwischen den Teil­habern. Die notwendige Teilung nahmen die beiden Söhne Gerhard Müller und Kurt Burke 1946 vor. Hieraus entstand am 2. März 1946 die ZAHNRÄDERFABRIK RUGER.
Der Name "Ruger" - die Ver­bindung der Vor­silben aus Rudolf und Gerhard - tauchte erstmals 1938 auf, als Rudolf und Gerhard Müller eine Feierabend­firma er­richteten, in der sie kurz­zeitig nach Dienst­schluß arbeiteten. Das erste Domizil der neuen Firma war Berlin N 65, Seestrasse 64. Als kaufm. Leiter fungierte Rudolf Müller während Gerhard Müller den technischen Bereich beauf­sichtigte. Selbst­verständlich legten beide ihre volle Kraft in den Aufbau des Betriebes. Es wurde zeitweise bis in die Nacht gearbeitet und auch das Büro­personal hat teilweise an den Maschinen gestanden.
Schon bald wurden weitere Maschinen aus zerstörten Betrieben gekauft, auf­gearbeitet und schnells­tens eingesetzt. Die Roh­stoff­ver­sorgung war seinerzeit sehr schlecht. So mußten z.B. bei Zahn­rädern aus Bronze auch die Späne mit abge­liefert werden.

Am 30. Oktober 1947 erfolgt die 1. Eintragung der ZAHNRÄDERFABRIK RUGER GMBH unter der Nr. 2409/Nz in das Handels­register. Gesell­schafter und Geschäfts­führer war Rudolf Müller und zwar bis zum 5. April 1954. Hier erfolgt die Rückgabe der Geschäfts­anteile an die Eltern Gustav und Bertha Müller. Eben­falls wurde der 1952 ausge­schiedene Sohn Gerhard Müller zurück­geholt und erstmals alleiniger Geschäfts­führer.
In der Zwischen­zeit war der Umzug der Firma nach Berlin-Borsigwalde, Flohrstr. 8-11 erfolgt. Erforder­lich war der Wechsel infolge des gestiegenen Maschinen­bedarfes. So wurden inner­halb kürzester Zeit eine 2,5m Karussell­drehbank, eine große Nuten­stoß­maschine sowie eine Verzahnungs­maschine für Räder bis zu einem Durch­messer von 2400 mm angeschafft.
Möglich war dies durch große Aufträge aus der russisch besetzten Zone, sowie durch amerikanische Aufträge. Die Mitarbeiter­zahl stieg auf ca. 53 und es wurde im 3-Schichtbetrieb gefertigt. Der plötzliche Wegfall dieser Bestellungen warf die Firma in die größte Krise ihrer jungen Geschichte.
Es kam zu Massen­entlassungen und bereits bestellte und auch gelieferte Maschinen mußten zurückgegeben werden. Hier hatte der neue Geschäftsführer Gerhard Müller seinen großen Verdienst an der Rettung vor dem drohenden Niedergang.
Nachdem dieses Schicksal durch große persönliche Anstrengungen abgewendet war, traten am 30. Dezember 1955 wieder Rudolf Müller und am 24. November 1958 auch Gustav Müller in die Geschäfts­führung ein. Als dann Gerhard Müller mit seinem inzwischen volljährigen Sohn Lothar im November 1963 ein Konkurrenz­unternehmen unter dem Namen ZAHNRADBAU GMBH eröffnete, ließen sich die Gesellschafter Gustav und Bertha Müller am 2. Oktober 1964 zu einer Abtretung der Geschäftsanteile auf Gerhard und Rudolf Müller gegen Leib­renten­verpflichtung bewegen.
Schon bald danach konnte Gerhard Müller seinen Bruder Rudolf auszahlen. Nunmehr hatte das Unternehmen erstmals die Geschäfts­anteile und Geschäfts­führung in einer Hand vereinigt. Nach dem Umzug im Jahr 1967 in das neue Domizil in der Otternbucht­strasse 14-16, kam am 12. Februar 1974 auch die Übertragung der Anteile sowie der Geschäfts­führung auf den jetzigen Gesellschafter­geschäftsführer Lothar Müller.
Bereits im ersten Jahr seiner verantwortlichen Tätigkeit wurde die erste neue Verzahnungsmaschine seit 1952 gekauft. In der Zwischenzeit sind weitere Maschinen wie:
sowie zu Qualitäts­überprüfungen eine Evolventen-Prüf­maschine angeschafft.
Bedingt durch den Wegfall vieler Berliner Kunden wendete sich das Unternehmen verstärkt den west­deutschen Kunden zu.

Räder aus dem Hause RUGER laufen in Rolltreppen von Antwerpen bis Hongkong, in der Zahnradbahn auf den Predigtstuhl in Bad Reichenhall und in diversen Kranen, Baggern etc. in der ganzen Welt. Auch in den großen Pipelinen in Rußland und in Persien sind Zahnrad­segmente aus unserem Hause eingebaut.
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